Austauschprojekt Erasmus+
7.–11. März 2016

Development and Cooperation: how to manage a Development Aid Project

Bericht über das vierte Treffen in Luzern (Schweiz)
vom 7.–11.03.2016

Anfang März 2016 fand an der KSM das Abschlusstreffen des Projekts statt. Ziel war es, unser Fair Tradeprojekt zu evaluieren und dessen Zukunft an den teilnehmenden Schulen zu planen.
Am Montagnachmittag und -abend trafen 57 Jugendliche und 9 Lehrpersonen aus Brühl (D), Kunice (Pl) und Binissalem (E) in Luzern ein und wurden von ihren Luzerner Gastfamilien in Empfang genommen.
Der Dienstag war der Analyse des aktuellen Projektstands gewidmet: In den vier nationalen Gruppen wurden Fortschritte, Erfolge, aber auch bestehende Schwierigkeiten diskutiert und den Partnern anschliessend vorgestellt. Neben länderspezifischen Aspekten wurden auch gemeinsame Probleme besprochen. Martin Fechtig (Fachlehrer Wirtschaft und Recht) und Eliane Bärenfaller (Fachlehrerin Englisch) leiteten und moderierten diese Arbeitsphase.
In einem zweiten Schritt erhielten wir durch Patrick Müller (Fachlehrer Wirtschaft und Recht) eine Einführung im Bereich Verkaufsstrategien und sammelten in Form eines Brainwritings in länderübegreifenden Gruppen neue Ideen zur Vermarktung unserer T-Shirts.
Am Mittwochvormittag stand die Zukunft des Projekts im Fokus: Wie kann das gemeinsam geschaffene Fair-Trade Projekt in den jeweiligen Schulen und auch gemeinsam weitergeführt werden? Welche Unternehmensstruktur ist realistisch? Die Arbeit in einzelnen departments (buying, sale, design + development), die jeweils von einem Manager (CEO) geleitet und kontrolliert werden, bot sich als ein valables Modell an. Zusätzlich wurde eine Lehrperson pro Schule als chairman für die Gesamtverantwortung eingesetzt.
Die für ein department verantwortlichen Schülerinnen und Schüler definierten selbständig ihre jeweiligen Aufgabenfelder auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen, Arbeitsergebnisse und neuen Informationen (z.B. zu Verkaufsstrategien).
Abschliessend wurde das gesamte Projekt mit seinen einzelnen Entwicklungsstufen in Form eines Fragebogens von allen Teilnehmenden evaluiert. In der anschliessenden Diskussion unterstrichen die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig ihnen die Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen aus anderen Kulturkreisen war. Sie empfanden die Aufenthalte in ihren Gastfamilien als eine grosse persönliche Bereicherung und betonten, dass ihr Aufenthalt in den Partnerländern und die dortige Arbeit am Projekt ihnen einen besseren Einblick in die jeweilige Kultur gegeben habe, als wenn sie lediglich als Touristen dort gewesen wären. Die Selbstverantwortung, die sie im Laufe des Projekts übernehmen mussten, wurde ebenfalls als äusserst wertvoll beurteilt.

Am Ende des letzten Arbeitstages hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, die Generalprobe des Schulmusicals „Krach a de Baselstrass“ anzusehen und dadurch einen Eindruck vom musischen Schulleben an der KSM zu erhalten.

Nach dem gemeinsamen Abschluss des Projekts war der Donnerstag für den Besuch der Stadt Luzern und der näheren Umgebung vorgesehen. Unsere Gäste besuchten die Glasi in Hergiswil und machten anschliessend eine Stadtführung, die von unseren Schülerinnen vorbereitet worden war.
Der Höhepunkt war eine Bootsfahrt im Luzerner Seebecken, die bei wunderbarem Frühlingswetter stattfand.
Am Abend fand traditionell das Abschiedsfest statt. Zahlreiche Gastfamilien kamen, um mit uns den Abschluss des Projekts zu feiern.
Ein grosser Dank geht an unsere Schulleitung, die das Projekt stets unterstützt hat und an die 54 Gastfamilien unserer Schule, die teilweise sogar zwei Jugendliche bei sich aufgenommen haben!

Nach dem offiziellen Ende des Projekts geht es für unsere kleine Gruppe weiter: Wir haben seit Anfang des Jahres unsere T-Shirts bei diversen Schulanlässen an Schüler und Lehrpersonen verkauft und suchen interessierte Schülerinnen und Schüler der KSM, die dieses Projekt mit uns weiterführen möchten, denn unsere Teilnehmerinnen werden im Sommer 2017 die Matura ablegen und die KSM verlassen.
Ganz herzlichen Dank an die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit, die das Projekt finanziert hat und uns während der zwei Jahre auch moralisch unterstützt hat.

Es hat mir grosse Freude bereitet, unsere Freunde im März hier in Luzern willkommen zu heissen. Es war schön ihnen Luzern zu zeigen und wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen für den kleinen Stadtrundgang.
Für mich waren diese zwei Jahren lehrreich und vor allem spannend. Wir konnten verschiedene Kulturen und Familien kennenlernen, was nicht immer ganz einfach war. Ebenso wie die verschiedenen Meinungen von rund 60 SuS unter einen Hut zu bekommen. Dafür konnte ich viele Erfahrungen und schöne Erinnerungen sammeln.
Livia Caviglia, G3b

Das letzte Treffen in Luzern war, obwohl es sehr kurz war, sehr schön. Die Tage waren gut organisiert und da es nur noch um die Evaluation des Projektes ging, konnten wir unseren Gästen auch die Stadt und die nähere Umgebung zeigen. 
Das gesamte Projekt hat mir sehr gefallen, ich fand es toll, dass wir die Chance hatten mit anderen Schülern aus Europa zu arbeiten und bei den jeweiligen Familien zu wohnen. Die grösste Herausforderung war die sprachliche Grenze, da die Englischkenntnisse an jeder Schule sehr unterschiedlich waren. Trotzdem finde ich es toll zu sehen, was wir in diesen 2 Jahren geleistet haben. Die Erlebnisse und Erfahrungen die ich während dem Projekt gemacht habe werden mir sicher lange in Erinnerung bleiben. Ich bin froh, dass ich Teil des Erasmus+ Projekts sein durfte.
Carmen Aeschbacher, G3d